
FDP, Bundesliga, Badesachen
Samstag, 15.08.2009 | Maik BohneKurz vor dem lange erwarteten Start der FDP-Website wendet sich Guido Westerwelle schon einmal per E-Mail an seine Unterstützer. Ganz im Sinne der Obamaschen Grundregel “Jeder Unterstützer ist ein Botschafter” appelliert der FDP-Vorsitzende an die Mit-Mach-Motivation der Freiwilligen und ruft dazu auf, ganz persönlich - abseits des klassischen Infostandes- für die FDP zu werben. Hier ein Auszug aus der E-Mail:
Wie können Sie persönlich unsere Partei unterstützen? Ganz einfach: Sie können bis zum Wahlsonntag jeden Tag einen kleinen, liberalen Beitrag leisten. Dazu haben wir einige Ideen erdacht, mit denen Sie die FDP und den Tag der Wahl in Ihrem Umfeld ins Gedächtnis rufen können. Es sind kleine Aktionen, die zumeist nicht viel Zeit oder Aufwand kosten und dennoch eine erhebliche Wirkung erzielen können. Jede einzelne gewonnene Stimme ist für uns ein Erfolg!
Kleine Wahlkampfideen zum Nachmachen:
1. Verteile FDP Giveaways (Flyer, Bonbons, Lollis) an 5 Freunde
2. Fordern Sie fünf Freunde per eMail auf, sich in der Mitmach-Arena zu registrieren.
3. Sende10 Freunden das Deutschlandprogramm
4. Mach mit beim FDP Bundesliga Tipp-Spiel
5. TV-Spots aus TV Liberal versenden
6. Einfach mal mit FDP-Badesachen ins Freibad
7. Trete in das Profil eines FDP-Politikers ein!
Wir sind gespannt, ob sich die liberale Basis an den Aktionen beteiligen wird.
Merkel im Dialog
Freitag, 15.05.2009 | Kerstin PlehweWährend die Politstrategen von CDU und SPD noch intensiv darüber diskutieren, wie viele TV-Duelle in dieser Wahlkampfsaison stattfinden werden, tritt Angela Merkel schon jetzt in die mediale Wahlkampfarena ein. Der private Fernsehsender RTL hat am 17. Mai zum Town Hall Meeting geladen, in dessen Rahmen 100 ausgewählte Bürger wie Du und ich Fragen an die Kanzlerin stellen können.
Viel Raum für einen intensiven Dialog wird kaum bleiben. Im Interview schließt Moderator Peter Kloeppel zwar nicht aus, dass „Funken sprühen“ werden. Bekanntermaßen – das zeigt das Beispiel USA – sind diese medialen Politikerfragestunden aber sehr orchestierte Veranstaltungen, auf denen ausgewählte Bürger kurze Fragen stellen, die im Vorfeld eng mit dem Sender abgestimmt sind. Es wird deshalb spannend zu beobachten sein, wie viel Raum für Spontaneität und echten Dialog gelassen wird.
Abseits der Formatdiskussionen bleibt die Frage, was Merkels Gegenkandidaten von dem Soloauftritt der Kanzlerin halten. Frank-Walter Steinmeier hat sich noch nicht geäußert, Guido Westerwelle hingegen bezeichnete die ganze TV-Duellierung kürzlich in der FAZ bereits als „Posse“ und „Farce“. Der Wahlkampf hat begonnen…
Update: Es war ein launiger Abend mit der Kanzlerin, die die Fragen der Bürger mit Esprit und Charme beantwortete. Natürlich wird Merkel nie ein Obama sein. Das muss sie auch nicht, denn sie fand ihre eigene, authentische Weise, Politik im Einzelgespräch zu erklären und dabei analytisch und persönlich zugleich zu agieren. Das kam offensichtlich gut an. Gut war auch: Die Moderatoren Peter Klöppel und Maria Gresz hielten sich bewusst im Hintergrund, um dem Dialog so viel Raum wie möglich innerhalb dieses sehr dicht arrangierten Formats zu lassen.


